Entspannter Moment unter Männern

Hochzeiten leben auch von den Gästen. Manchmal entstehen besondere Momente abseits des Rampenlichts. Oft gerate ich zufällig hinein. So wie hier am Greifensee – ganz unter Männern.

An diese Sommer-Hochzeit am Greifensee denke ich besonders gern zurück. Wieder einmal wurde mir bewusst, wie viel Fotografieren mit Kommunikation und Menschenkenntnis zu tun hat. Am Freitagabend war ich ziemlich ausgelaugt, aber beseelt von einem einwöchigen Fototraining bei Starfotograf Jerry Ghionis in London heimgekehrt. Fünf Tage harte Arbeit mit meinem grossen Vorbild – danach hätte ich eigentlich ein Erholungswochenende gebraucht - auch, um alles zu verarbeiten.

Oft bin ich zwei Jahre im voraus gebucht

Doch die Hochzeit am Greifensee ist gebucht. Oft sind meine Termine schon über ein Jahr vorher fixiert. Am Samstagmorgen fahre ich hin, bin etwas nervös. Gilt es doch, ab sofort in einen völlig anderen Modus zu schalten: Gestern noch die Profiumgebung, die mir alles abverlangte. Heute eine freudige, private Gesellschaft an einem Glückstag, für einige der vielleicht Schönste Tag im ganzen Leben. Und ich bin hier, die Bilder zu liefern, die bleiben.

Als Fotograf willst du immer mittendrin sein

Jedes Paar, jede Gesellschaft ist anders. Es ist meine Art zu arbeiten, mich möglichst unauffällig in die Umgebung, die Menschen einzulassen. Als Hochzeitsfotograf bist du Teil eines familiären, intimen, emotionalen Rahmens, ohne eigentlich zum intimen Kreis zu gehören. Die Menschen sollen sich wohlfühlen, geniessen, etwas Unvergessliches erleben. Da willst du als Fotograf nicht stören. Dennoch bist du mittendrin und beobachtest alles ganz genau. Denn du wartest auf den Moment fürs richtige Bild, mehr noch: du inszenierst es auch, gibst manchmal diskret, aber bestimmt Anweisungen, denn du hast das Bild schon im Kopf, bevor es entsteht.

Jede Empfehlung ist eine Bewährungsprobe

Es ist dieses Vorausdenken, das dich ausmacht. Man hat dich gebucht, weil du einen Namen hast für gute Bilder. Dem willst du gerecht werden und dennoch möglichst unauffällig und diskret bleiben. Man sieht es mir oft nicht an, doch ich stehe ständig unter Strom. Bei einer Hochzeit bin ich überall, ausser bei der Hochzeitsnacht – da mache ich vor der Schwelle kehrt. Sonst will ich möglichst immer genau dort sein, wo eine Chance für ein tolles Bild besteht. Ob bei der Zeremonie, beim Spaziergang, beim Essen, beim Tanz, in Momenten von innigem Glück: meine Bilder bleiben ja ein Leben lang.

Nicht nur äusserlich entspannt

Jetzt stehe ich mit einer Gruppe Männern auf dem Hochzeitsschiff, das am Ufer des Sees entlangfährt. Sie trinken Apero, rauchen Zigarre, es ist warm, die Stimmung entspannt. Wir plaudern und scherzen. Es entsteht eine besondere Atmosphäre auf dem Achterdeck der MS Uster, und ich versuche, sie mit der Kamera einzufangen. Männer sind oft weniger bild-affin als Frauen. Sie sind in der Regel nicht so entspannt und aufgeschlossen, wenn man sie fotografieren will. Hier, auf dem Schiff, war es anders. Man sieht es auf diesem Bild. Ein kleiner Moment an einem langen, wunderschönen Tag.

Noch eine letzte Etappe

Abends fahre ich nach Hause, totmüde, aber glücklich. Es hat einfach wieder mal alles gepasst. Jetzt muss ich im Büro noch die Bilder sichern. Das ist der wichtigste Moment von allen. Jetzt geht es nur noch um die Bilder, die bleiben.

 

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